GETEC und SunCoal Industries schließen Abnahmevertrag über CO2-neutralen Kohlenstaub

Die GETEC AG und die Suncoal Industries GmbH, Technologie- und Marktführer in der Veredelung naturbelassener Biomasse zu Biostaub, haben einen Abnahmevertrag über jährlich 20.000 Tonnen „SunCoal“-Staub geschlossen.

Magdeburg, 16. November 2010

Die GETEC AG und die Suncoal Industries GmbH, Technologie- und Marktführer in der Veredelung naturbelassener Biomasse zu Biostaub, haben einen Abnahmevertrag über jährlich 20.000 Tonnen „SunCoal“-Staub geschlossen. Mit dieser Menge können in der dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung mehr als 22.000 Megawattstunden (MWh) Strom und 70.000 MWh Wärme erzeugt werden.

 

Der Biostaub wird ab 2012 in der ersten industriellen Massenproduktionsanlage von Suncoal Industries im brandenburgischen Ludwigsfelde hergestellt. Das 2007 gegründete Unternehmen hat ein spezielles Verfahren (CarboREN-Verfahren) entwickelt, um Biomasse zu Kohlenstaub zu veredeln. Dieser Energieträger weist die gleichen Brenneigenschaften auf wie die in millionen Jahren entstandene und zu Staub aufbereitete Braunkohle. Der große Vorteil: „SunCoal“-Staub wird ausschließlich aus biogenen Reststoffen wie Holzhackschnitzeln, kommunalem Grünschnitt und nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Die Verbrennung erfolgt vollkommen klimaneutral, weil nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie die ursprünglichen Pflanzen während ihres Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen haben.

 

„SunCoal“ eignet sich hervorragend als Zusatz für bestehende Braunkohlenstaubfeuerungen. GETEC hat dafür eine hocheffiziente und saubere Technologie entwickelt, die besonders in Industrieunternehmen mit einem hohen Prozesswärmebedarf zum Einsatz kommt.
„Mit ‚SunCoal‘ können wir unseren Kunden einen Brennstoff anbieten, der die Vorteile von fossilen und regenerativen Energieträgern vereint − nämlich hohen Energiegehalt und gesicherte Verfügbarkeit auf der einen sowie aktiver Umweltschutz und eine deutlich verbesserte CO2-Bilanz auf der anderen Seite“, so Volker Schulz, Vorstand der GETEC AG. „Mit dem CO2-neutralen Biostaub können wir ein noch größeres Marktpotential erschließen“, führt Schulz aus.

Das Unternehmen plant, errichtet, finanziert und betreibt Energieerzeugungsanlagen in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz.

 

„Wir freuen uns, mit GETEC ein etabliertes Energiedienstleistungsunternehmen als ersten Kunden gewonnen und von der Qualität unseres Produktes überzeugt zu haben“, so Friedrich von Ploetz, kaufmännischer Geschäftsführer von Suncoal Industries. „Im Interesse unserer Umwelt und im Hinblick auf die Klimaschutzziele der Bundesregierung brauchen wir neue Lösungen, um die CO2-Bilanz ohne Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit unserer Industrieunternehmen zu verbessern. Dazu leisten wir mit ‚SunCoal‘ einen Beitrag.“

 

Die Bundesregierung rechnet damit, dass sich die Stromerzeugung aus Biomasse bis 2020 auf über 50 Milliarden Kilowattstunden gegenüber 2008 nahezu verdoppeln wird. Dem Leitszenario zufolge wird die Biomasse damit den zweitgrößten Anteil unter den erneuerbaren Energien in Deutschland einnehmen. In Deutschland wird die Einspeisung von Strom aus Biomasse durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die Reduzierung der CO2-Emissionen durch das Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) politisch gewollt.

Anita Fricke

 
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